Das letzte Loch ist der Mund

Das letzte Loch ist der Mund

Der Film Das letzte Loch ist der Mund / The Mouth – Our Ultimate Prison stellt die Frage nach den Paradoxien des Lügens, besonders im formalisierten Sprachgebrauch des Rechtssystem. Ein junger Mann, der sich selbst in Anlehnung an den amerikanischen Serienmörder Albert Fish, Jakob Fisch nennt, gesteht Morde, die er nicht begangen hat. Eine Art Umkehrung der kafkaesken Ursituation.

Die Gerichtsverhandlung wird als fiebrige Game-Show entlarvt. Das Polizeiballett probt im Oval Office den Stillstand. Abzeichen und Orden kleiden sich im Gewand niedlicher Häkeldeckchen: ein Blendwerk aus Täuschungsmanövern, in dem die Lüge regiert.

Realisiert wurde das „Letzte Loch ist der Mund“ mitten aus der Münchner Subkultur heraus, fernab von öffentlichen Fördermitteln. Künstler*innen wie Patrick Schimanski (48nord), Stephanie Müller (beißpony), Fabienne Pakleppa, Barbara Herold (Labor45), Keiko Saile, Martin Krejci (Institut für Leistungsabfall und Kontemplation) oder Thomas Glatz (Archiv für Gebrauchs- und Benutztexte), Kulturschaffende wie Muska Nadem (YARA e.V.), Susanne B. Schmitt (Gender Salon), Peter Wacha (Disko B, ChicksOnSpeed Records), Matthias Stadler (TamTam) oder Moni Kliche (Queerthing) und Gruppen und Kollektive wie das Kafe Kult und das iRRland haben den Spielfilm nach allen Kräften unterstützt. 

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